Moor

Rechtsgutachten: Die Wiedervernässung von Mooren planen und zulassen – praxistauglich und rechtssicher

19.12.2025

Die Wiedervernässung trockengelegter Moore ist ein zentraler Baustein für die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele, denn nasse Moore speichern große Mengen an Kohlenstoff. Soll ein Moor wiedervernässt werden, gilt es jedoch einiges zu beachten.

In dem Rechtsgutachten im Auftrag des WBNK analysieren Professorin Dr. Sabine Schlacke und Professor Dr. Michael Sauthoff die wasserrechtlichen Rahmenbedingungen für Moorwiedervernässungen in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen.

Die betrachteten technischen Maßnahmen sind zum Beispiel der vollständige oder teilweise Verschluss von Entwässerungsgräben, Sohlanhebungen, Eingriffe in Drainagesysteme sowie die Einleitung von Oberflächen- oder Grundwasser zur Wiedervernässung von trockengelegten Moorflächen. Dabei klären die Verfassenden, wann welche Genehmigungsverfahren nach Bundes- und Landeswasserrecht erforderlich werden.

Zugleich identifizieren Schlacke und Sauthoff bestehende Hemmnisse und zeigen Lösungswege auf, wie Planungs- und Zulassungsverfahren rechtssicher, effizient und praxistauglich gestaltet werden können, damit die Wiedervernässung von Mooren in Deutschland wirksam vorangeht.

Das Gutachten leistet einen Beitrag zur rechtlichen Absicherung von Klimaschutzprojekten und bietet Politik, Verwaltung und Fachpraxis eine fundierte Grundlage, um Moorwiedervernässungen als zentrales Instrument des Klima-, Natur- und Wasserschutzes voranzubringen.