
COP30-Side-Event: Natürlicher Klimaschutz im Fokus – Deutschland und Partner diskutieren über globale Strategien
Belém, 20.11.2025 – Wie kann Natürlicher Klimaschutz den globalen Klimaschutz vorantreiben? Diese Frage stand im Mittelpunkt des WNBK-Side-Events „Nature-Based Climate Action as a Key Instrument for Achieving Germany’s Climate Target“ auf der COP30 in Belém. Mitglieder des WBNK diskutierten dort mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Ländern über die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für die weltweite Skalierung naturbasierter Lösungen. Ein besonderer Fokus lag auf der Rolle von Mooren als wichtige natürliche Kohlenstoffsenken. Bundesumweltminister Carsten Schneider eröffnete die Veranstaltung und bekannte sich klar zu Engagement und Zusammenarbeit.
Die Co-Vorsitzenden des WBNK, Anke Herold und Professor Matthias Drösler, stellten zu Beginn der Veranstaltung das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) vor. Dafür hat der WBNK in einer Stellungnahme zentrale Handlungsfelder benannt und konkrete Empfehlungen an das Bundesumweltministerium formuliert. Dabei geht es darum, das große Klimaschutzpotenzial natürlicher Ökosysteme konsequent zu nutzen. Besonders im Blick stehen Moore, Wälder und Agrarlandschaften. Sie können Treibhausgasemissionen mindern und Kohlenstoff langfristig speichern. Auch Auen, Küsten und Meere sowie Siedlungen und Schutzgebiete tragen erheblich dazu bei, das Klima zu schützen, die Biodiversität zu erhalten und Lebensräume an das sich verändernde Klima anzupassen.
Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden, wie sich Ökosysteme – insbesondere Moore – stärker und systematisch in nationale Klimastrategien integrieren lassen. David Okurut aus Uganda, Doktor Suelma Silva aus Brasilien, Professor Haruni Krisnawati aus Indonesien sowie Doktor Franziska Tanneberger, Mitglied des WBNK, gaben Einblicke in ihre Arbeit. Sie berichteten über konkrete Ansätze zur systematischen Erfassung, zum Schutz, zur Wiederherstellung und zur nachhaltigen Nutzung von Mooren. Dabei machten sie deutlich: Moore sind ein entscheidender Faktor für die Erreichung nationaler Klimaschutzziele.
Die Diskussionsteilnehmenden betonten, wie wichtig verlässliche Informationen sind. Dazu gehören Daten zum landwirtschaftlichen Potenzial von Mooren, zu ihrer Fähigkeit, große Mengen Kohlenstoff zu speichern, und zu ihren positiven Auswirkungen auf die Verringerung von Brandgefahren. Ebenso wichtig ist es, die lokale Bevölkerung in die Wiedervernässung und Bewirtschaftung von Mooren einzubinden. Lokale Behörden können hier eine Schlüsselrolle übernehmen.
Ein Ausblick galt dem „“, einer neuen internationalen Initiative im Rahmen der (UNFCCC) 2030 Breakthrough Agenda.
Das auf der COP30 in Belém hat gezeigt, wie groß das Potenzial des Natürlichen Klimaschutzes ist. Um dieses Potenzial weltweit zu heben, braucht es jedoch entschlossene nationale Strategien und eine enge internationale Zusammenarbeit.
Die Veranstaltung ist auf YouTube abrufbar.
